Ein Messer werfen: Der Wurf selbst
(Erklärung für Rechtshänder; Linkshänder vertauschen einfach die Seitenangaben.)


Stand: rechter Fuß hinten (Zehen bei Distanzmarke), linker Fuß zwei Fußlängen davor. Hintere Ferse ist fast auf gleicher Linie mit der vorderen. Die beiden Füße bilden einen 45°Grad-Winkel (linker 12 Uhr-, rechter 1:30 Uhr-Stellung) oder größer. Beide Knie beugen, das Vordere mehr. Das Gewicht ist hauptsächlich auf den Fußballen, und hauptsächlich auf dem hinteren Fuß.
Beide Arme sind nach vorne gestreckt und zeigen auf das anvisierte Ziel, das sich etwa in Brusthöhe befindet. Der rechte Arm geht jetzt in einer runden Bewegung nach hinten, das Messer ist dann sogar hinter dem Kopf, und dann gleich in einem Bogen wieder nach vorne, auf das Ziel zu, so als ob man dort etwas durchhacken wollte. Dabei wird das Gewicht nach vorn auf das linke Bein verlagert, der Oberkörper geht mit. Die rechte Schulter bewegt sich nicht, sie bleibt in einer (schiefen) Linie mit der linken.
Zwei Momentaufnahmen vom Wurfablauf beim Messer werfen.
Das Gewicht wird auf den linken Fuß verlagert, während man den rechten Arm nach vorne zieht.
Wenn der Wurfarm wieder paralell zum linken ist und das Messer genau auf das Ziel zeigt, kurz loslassen und die Finger sofort wieder zusammenschnippen lassen. Die Wurfbewegung noch ein Stück weiterführen (der sog. follow through). Der follow through ist immens wichtig, um das Ziel exakt zu treffen.

Die Erklärung zu John Baileys Wurftechnik geht auch noch einmal auf den Bewegungsablauf beim Messer werfen ein. Wirklich (externer Link / neues Fenster)schön zu sehen ist er bei Throwdini.

Wenn man den linken Arm irgendwann nicht mehr zum Zielen braucht, kann man ihn in dem Moment zurückziehen, in dem das Messer nach vorne geworfen wird, um so noch etwas mehr Kraft in den Wurf zu bringen. Als Krönung kann man, wenn man beim Werfen schon sicher ist, später auf große Distanzen noch die Hüfte einsetzen.
Wie gesagt, es ist wichtig, dass ihr mit der Zeit den Bewegungsablauf immer exakt gleich, gleichsam automatisch ausführt, ihn eurem Muskel-Gedächtnis antrainiert. Dann sucht ihr euch eine Distanz, bei der das Messer steckt. Das Messer steckt nur bei der richtigen Technik und Entfernung, Kraft oder Schärfe der Klinge bringen gar nichts!!!


Leichte Messer (mit nur 100g oder gar weniger) fliegen unruhig, wenn sie langsam geworfen werden. Für sie kann man die hier beschriebene Technik verwenden, die ich Schleuder-Wurf nenne. Allerdings gehen die ruckartigen Bewegungen beim Werfen ziemlich auf die Muskeln und Gelenke.

Das Messer wird im Klemmgriff (pinch grip) gehalten. Beide Arme sind nach vorne gestreckt und zeigen auf das anvisierte Ziel. Jetzt wird der rechte Arm zurückgezogen. Der Oberarm ist nun eine Verlängerung der Schulter nach rechts. Der Unterarm zeigt in den Himmel, ein bisschen zum Kopf hin geneigt. Das Messer in der Hand verlängert diese Linie möglichst gerade. Die Hand ist etwas oberhalb des Ohres.
Nun wird der Wurfarm ruckartig nach hinten bewegt, und sofort ruckartig schnell nach vorne geschleudert (besser: nach vorn durchgezogen). Dabei wird das Gewicht auf das linke Bein verlagert, der Oberkörper geht auch auf das Ziel zu. Die rechte Schulter bewegt sich nicht, sie bleibt in einer (schiefen) Linie mit der linken.


Einige Tips:
  • Wenn ihr versucht, den Bewegungsablauf hinzukriegen, achtet darauf, den Arm ganz durchzustrecken und das Messer erst dann loszulassen, wenn es wirklich auf das Ziel zeigt.
  • Damit eure Gelenke nicht kaputtgehen, passt auf, dass ihr den Arm eben nicht ganz durchstreckt, sondern kurz vorher die Bewegung mit den Muskeln stoppt.
  • Noch einmal: Das Handgelenk bleibt beim Wurf steif!
 

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Englisch: How to throw a throwing knife